Historie

Vom "Kulturwerk des württembergisch- badischen Unterlandes" zur heutigen Badischen Landesbühne
1949
Das„Kulturwerk des württemberg-badischen Unterlandes GdbR“ wird am 29. September in Neckarsulm gegründet. Erste Aufführung: JEDERMANN von Hugo von Hoffmansthal.
1951
Umwandlung in einen e.V.
1952
Umzug des des Theaters nach Bruchsal als Sitzstadt
1953
Beitritt der Stadt Bruchsal zum „Trägerverein der Unterländer Volksbühne“
1960
Anmietung des Anwesens Klosterstraße 6 in Bruchsal für Verwaltung und Technik
1980
Anmietung von Probenräumen in der Wilderichstrasse 31 (Probenfabrik)
1980
Gründung einer eigenen Sparte „Kinder- und Jugendtheater“. Erste Aufführung: MAX UND MILLI von Volker Ludwig
1986
Fertigstellung eigener Werkstätten in Bruchsal, John-Deere-Straße 21
1987
Bezug des Stadttheaters im Bürgerzentrum Bruchsal
Die Intendanten der Badischen Landesbühne
1949 - 1964 Franz Mosthav
1964 - 1972 Hans Pabst
1972 - 1986 Alf André
1986 - 1993 Dr. Rolf P. Parchwitz
1993 - 1998 Peter Dolder
seit 1998 Carsten Ramm

Organisation
Die Badische Landesbühne wird in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins geführt und ist als gemeinnützige Institution anerkannt. Heute bilden 4 Landkreise, 16 Mitgliedsgemeinden, das Finanzministerium sowie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den Trägerverband. Die Mitgliedsorte sind hauptsächlich im nordbadischen Raum beheimatet. Das angestammte Spielgebiet reicht von Bruchsal-Bretten bis Tauberbischofsheim-Wertheim. Darüber hinaus werden in ganz Baden-Württemberg und den angrenzenden Bundesländern Gastspiele gegen Honorar aufgeführt.
Pro Spielzeit zeigt die Badische Landesbühne zwischen 380 – 420 Vorstellungen, wobei ca. 1/3 der Vorstellungen das Kinder- und Jugendtheater bestreitet. Der Spielplan beinhaltet eine reichhaltige Mischung aus musikalischen Programmen, klassischem Schauspiel und zeitgenössischer Dramatik sowohl im Abendspielplan wie auch im Kinder- und Jugendtheater.
Eine Besonderheit sind die jährlich im Juni und Juli stattfindenden Freilichtaufführungen in beiden Sparten. Der jährlich wiederkehrende zehntägige Bruchsaler Theatersommer im wunderschönen Ambiente des Schlossgartens nimmt dabei in der Sitzstadt einen besonderen Platz ein.

Partnertheater
2005 wurde unter Mitwirkung des Innenministers von Baden-Württemberg Herrn Heribert Rech und der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg eine Partnerschaft der Badischen Landesbühne mit dem Deutschen Staatstheater Temeswar (Rumänien) initiiert. Ziel dieser Partnerschaft ist es, Grenzen zu überwinden und den Austausch der Kulturen zu fördern. Neben dem Austausch von Mitarbeitern in allen Bereichen, führte die Badische Landesbühne im Februar 2005 eine erfolgreiche Tournee mit den Produktionen URFAUST von Johann Wolfgang Goethe sowie für Kinder DIE REISE NACH BRASIELIEN von Daniil Charms an 6 Orten in Rumänien durch. Das Deutsche Staatstheater Temeswar gastierte im Juni 2006 in Bruchsal mit der preisgekrönten Produktion FEUERGESICHT von Marius von Mayenburg. In der Spielzeit 2008/2009 war die BLB mit NOWHERE MAN in Temeswar und das Deutsche Staatstheater aus Rumänien mit KAMIKAZE in Bruchsal zu sehen.
In der Spielzeit 2009/2010 wird die erste Koproduktion der beiden Häuser realisiert. GOETHE LENAU FAUST verbindet die beiden Faust-Teile Goethes mit der Faust-Dichtung des bei Temeswar geborenen Nikolaus Lenau. Das Ensemble - bestehend aus Schauspielern sowohl der BLB als auch des DSTT - probte unter der Regie von BLB-Intendant Carsten Ramm sowohl in Bruchsal als auch in Temeswar, wo am 1. Oktober 2009 die Uraufführung von GOETHE LENAU FAUST auf die Bühne kam. Ab Februar 2010 wird die Produktion, die einen weiteren Höhepunkt der Freundschaft zwischen den beiden Theater darstellt, in Deutschland zu sehen sein.