Die Badische Landesbühne

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Abendspielplan

Rainer Werner Fassbinder/Fritz Müller-Scherz

Welt am Draht

Premiere: 05. März 2020

Mit Hilfe des Supercomputers Simulacron haben Wissenschaftler um Professor Vollmer am Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung, IKZ, eine Welt erschaffen, die von künstlichen Menschen bewohnt wird. Die Forscher, darunter Vollmers Assistent Fred Stiller, haben Zugang zu dieser Welt. Einer ihrer Bewohner, ein Mann namens Einstein, weiß, dass er in einer Simulation lebt. Er ist die Kontaktperson der Forscher. Nachdem Professor Vollmer durch einen Unfall ums Leben kommt, wird Stiller zum Technischen Direktor des Instituts befördert. Dass sein Kollege Lause plötzlich spurlos verschwindet und sich niemand an dessen Existenz erinnern kann, ist nur einer von vielen rätselhaften Zwischenfällen am IKZ, denen Stiller auf den Grund gehen will. Einen Hinweis erhält er von Einstein, dem es kurzzeitig gelingt, der Simulation zu entkommen: Auch Stillers Wirklichkeit sei lediglich simuliert und werde von einer höheren Ebene aus gesteuert. Premiere: 5. März 2020 Verblüffend spannend und klar, in einer Mischung aus Krimi und Science-Fiction verband der Fernsehfilm Welt am Draht aus dem Jahr 1973 das Spiel mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen. Seine Themen – manipuliertes Bewusstsein, das Gefühl permanenter Überwachung und die zunehmende Durchdringung unserer Lebenswirklichkeit mit Technologie – sind im digitalen Zeitalter von bestechender Aktualität.  


Rainer Werner Fassbinder  

Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) avancierte als Regie- Autodidakt zu einem der erfolgreichsten deutschen Nachkriegsregisseure und wichtigsten Vertreter des gesellschaftskritischen Neuen Deutschen Films. Trotz seines frühen Todes hinterließ der „im Leben wie im Arbeiten berserkerhaft Vorwärtsstürmende“ (SZ) ein umfangreiches Werk, das als genial und provokant zugleich aufgenommen wurde.  


Fritz Müller-Scherz  

Fritz Müller-Scherz ist Drehbuchautor und war auch als Musiker und Filmjournalist tätig. Über mehrere Jahre gehörte er zum Stab Rainer Werner Fassbinders. Als Darsteller ist Müller-Scherz durch Helmut Dietls Serie Kir Royal bekannt geworden.  


Daniel Francis Galouye  

Daniel Francis Galouye (1920-1976) war während des Zweiten Weltkriegs Testpilot der US Navy und arbeitete danach als Reporter bei einer Tageszeitung in New Orleans. Er publizierte Kurzgeschichten in diversen Science-Fiction-Magazinen und verfasste fünf Romane, darunter 1964 Simulacron-3. Der war Vorlage für Fassbinders Welt am Draht und Josef Rusnaks The 13th Floor aus dem Jahr 1999; auch in dem Film Matrix der Wachowski-Geschwister findet sich die Grundidee von Galouyes Roman wieder.




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