Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
nicht wahr?Ein VolksfeindDie zweite Frau

Aktuelles

1990.1991: UNSCHÄDLICHMACHUNGEN

Foto: Archiv


Das Gelände, auf dem seit 1987 das Bürgerzentrum steht, diente den Nationalsozialisten in den Jahren 1944 und 1945 als Hinrichtungsstätte. Mit der Uraufführung von Rainer Kaufmanns UNSCHÄDLICHMACHUNGEN im Rahmen der Baden-Württembergischen Theatertage 1991 thematisiert das Theater die Bruchsaler NS-Geschichte. Als Grundlage dazu dienen die Erinnerungen des Bruchsaler Friedhofgärtners Sebastian Grundel. Theater der Zeit schreibt: „Rainer Kaufmanns Dokumentarstück leistet lokale Trauerarbeit. Aus dem Stadtarchiv hat er Erstaunliches zu Tage gefördert. Die authentischen Erinnerungen eines Friedhofsgärtners liefern ihm die Bausteine zu einer Geschichte, die die Frage nach individueller Schuld und Verstrickung innerhalb eines seelenlosen Räderwerks der Gewalt stellt.“ Doch die Beschäftigung mit der Vergangenheit trifft nicht nur auf Zustimmung. Theater der Zeit berichtet: „Spätestens als 10 Minuten vor Schluss der Premiere über ein dunkles Kapitel Bruchsaler Heimatgeschichte (die Hinrichtung von ‚Volksschädlingen‘ in der örtlichen Haftanstalt) auf Grund einer Bombendrohung der Saal geräumt werden musste, war das strahlende Festival der baden-württembergischen Theater von der Realität eingeholt worden. Bereits Kaufmanns für den Südwestfunk gedrehte Filme über Vergangenheit und Gegenwart Bruchsals hatten ihm den Vorwurf der Nestbeschmutzung eingebracht. Dass die Bombendrohung von den um Gelassenheit bemühten Polizeibeamten just in dem Moment verkündet wurde, als sich in der Aufführung ein Ministerialdirigent und ein Anstaltsleiter an der minutiösen Schilderung serienmäßig durchorganisierter Tötungsvorgänge berauschten, erhärtete die Version von einer gezielten politischen Provokation.“ 


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