Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
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Rezensionen

Eric-Emmanuel Schmitt

Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau

In einem intimen Monolog, zunächst im Dunkel, den Heilmann dank ihrer komödiantischen bis grotesken schauspielerischen Qualitäten mitreißend spielt, vor allem überhaupt erst einmal ihre dramatischen Erlebnisse ausspricht, stellenweise herausschreit, erlebt der Zuschauer quasi eine seelische Katharsis, eine Reinigung von Scham- und Schuldgefühlen, die sie am Ende zu einer neuen befreiten Lebenshaltung führt.


Treffend dazu die Bilder, die diesen Prozess auf den Begriff bringen: Da wird der Spieltisch zum »polierten Kessel«, da ist »der Tod, der die Schuld bezahlt«, da haben »die Hände Münder«. In dieser deutschsprachigen Erstaufführung des sehr erfolgreichen französischen Autors Eric-Emmanuel Schmitt, die dieser nach der fast gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig für das Theater umsetzte, schafft Wolf E. Rahlfs mit seiner neuartigen Inszenierung eine gleichsam magische Atmosphäre.

Main-Echo/Wolf Wiechert



„So etwas habe ich noch nie gesehen. Einfach toll, diese Technik. Eindrucksvoll.“ Kaum ist am Donnerstagabend der letzte Beifall verklungen, Cornelia Heilmann zum fünften Mal auf die Hinterbühne des Scharoun-Theaters geeilt, um sich zu verbeugen, sprechen die Zuschauer über „Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau“ von Eric-Emmanuel Schmitt nach Stefan Zweigs Novelle.


Anspruchsvoll ist Zweigs psychologische Erzählung, provokant bis heute. Als Herausforderung hat Schmitt es verstanden, diese poetische, einfühlsame, stilvolle Abhandlung über große Gefühle und Leidenschaften auf die Bühne zu bringen, ohne die Grenzen zum Kitsch zu überschreiten oder gar moralisch zu thematisieren. Tut Zweig nicht, macht Schmitt nicht, gelingt auch der Badischen Landesbühne. Das Publikum erlebt, wie Celia ihren Erinnerungen Sprache und Ausdruck gibt und sich damit seelisch befreit.

Wolfsburger Nachrichten/Hans Karweik



Die Badische Landesbühne zeigt das Stück „Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau“ von Eric-Emmanuel Schmitt, das auf einer Novelle von Stefan Zweig basiert, nun in deutschsprachiger Erstaufführung. Bei der Premiere im Hexagon des Stadttheaters Bruchsal erhielt Cornelia Heilmann für ihre Darstellung der Celia verdienten begeisterten Beifall. Sie spielt mit changierenden, aber immer präzisen Tönen und Gesten eine Frau, die mit dem Leben bereits abgeschlossen zu haben glaubt und plötzlich ganz neue Seiten an sich entdeckt.


Während sie ihre Geschichte erzählt – mal überhastet, mal stockend, mal fließend –, findet sie Begriffe für ihre Leidenschaft, verarbeitet das Erlebte, gewinnt Distanz und Klarheit. Auch das Publikum kann das Geschehen immer deutlicher erkennen und kommt der Frau gefühlt immer näher.

BNN/Sibylle Orgeldinger



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