Die Badische Landesbühne

Die Badische Landesbühne
Unser Mann in HavannaDie EmpörtenKabale und LiebeKunstDie kleine Hexe

Rezensionen

Heinrich Mann/John von Düffel

Professor Unrat

Heinrich Manns hellsichtige Analyse autoritärer Strukturen des wilhelminischen Kaiserreichs, von der Kostümierung her inszeniert im bürgerlichen Outfit unserer Tage, wirft ein Schlaglicht auf die brüchige Wertewelt nicht nur eines Lehrers in autoritärer Zeit, auch einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Unangepasstheit, auf konventionelle Moralvorstellungen unseres Zeit-“Geistes“.

Schwäbische Zeitung/Helmut Littschwager


Der erste Theaterabend nach der Zwangspause hatte alles, was Theaterbesucher lieben: eine spannende Handlung, ein vielschichtiges Bühnenbild, Gesang und Komik, Tragik und die abschließende Frage, wie man das Verhalten der Figuren beurteilt und wie man selbst sich zu der Frage der Moral stellt. Ein gelungener Auftakt der neuen Spielzeit.

Main-Echo/Nadine Schmid


Nicht enden wollender Beifall zeigte ebenso wie die beachtliche Besucherzahl, wie sehr auch das Walldürner Publikum „seine“ Badische Landesbühne vermisst hatte. Humoristische Ausrufezeichen voll subtiler Gesellschaftskritik schufen Hand in Hand mit dem schlichten Bühnenbild von Georg Burger – eine traditionelle Domäne der Badischen Landesbühne – sowie der Musik Oliver Taupps eine mitreißende Atmosphäre im breiten Delta zwischen der „Feuerzangenbowle“, Erich Kästners „fliegendem Klassenzimmer“ und dem schulischen Alltag – einen Lehrer wie Professor Raat hatte schließlich (fast) jeder.

Fränkische Nachrichten/Adrian Brosch


Die Akteure sprühten nur so vor Spielfreude und zeigten im Ensemble eine perfekte Mimik und Gestik. Da hatten die Besucher reichlich Gelegenheit, sich im Applaus zu üben, der die letzten Monate coronabedingt zwangsläufig wenig in Gebrauch war.


Die Schauspieler setzen diese Liebe über alle Konventionen hinweg trefflich in Szene. Vor allem Elena Weber sticht heraus. 

Wenn sie das Lied „Ich bin die fesche Lola“ singt, wird Marlene Dietrich lebendig. 


Leidenschaft, Aufklärung, Bestürzung, eine ungeahnte Schwangerschaft und ein verblüffendes Happy End. So macht Landesbühne Spaß!

Rhein-Neckar-Zeitung/Joachim Casel


Auch die berühmte Verfilmung des Romans unter dem Titel „Der blaue Engel“ baute Arne Retzlaff in die Bühnenadaption ein. Rosa Fröhlich, die Verführerin, singt live mit Klavierbegleitung die bekannten Lieder aus dem Film „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Ich bin die fesche Lola“ und „Kinder, heute Abend such ich mir was aus“ (im Film gesungen von Marlene Dietrich) und macht aus dem fast schon vergessenen alten Romanklassiker auf der Bühne ein rundum gelungenes und unterhaltsames Theatererlebnis.

Donau Zeitung/Silvia Schmid


Für die Theaterinszenierung haben Regisseur Arne Retzlaff und sein Team von der Badischen Landesbühne dem Roman ein Facelift verpasst: Der zeitlose Look dieser Version (die Schauspielfassung John von Düffels behält jedoch die feine Sprache des Originals bei) lenkt den Blick auf die psychologischen Kämpfe, um die es hier eigentlich geht. Design und Kostüme sind schlicht und minimalistisch. Durch die Mikrofone, in die die Akteure zuweilen hineinsprechen, und die mitgesprochenen Regieanweisungen bekommt das Ganze einen hörspielähnlichen Charakter. Vieles wird nur angedeutet durch Gesten.

Rhein-Neckar-Zeitung/Pia Geimer


Das Innenleben des Lehrers kommt auf der Bühne groß heraus: Die von Nils Menrad gestalteten Videos zeigen Wurzeln, Gräser, Sträucher, Bäume. Dieser Wildwuchs wechselt sich ab mit dem verruchten Ambiente des Lokals „Der blaue Engel“. 


Und was ist das für ein Auftritt: Als samtblau gewandete Rosa trägt Elena Weber einige der Lieder vor, die einst Marlene Dietrich sang, findet ihren eigenen Ton, ihre eigene Gestik, und erntet spontanen Applaus. 


So ist die Inszenierung in der Ausstattung von Georg Burger und unter der musikalischen Leitung von Oliver Taupp ein sinnliches Vergnügen ohne Illusion: Die Regieanweisungen werden einfach mitgesprochen.

Badische Neueste Nachrichten/Sibylle Orgeldinger



« Zurück

Konzeption&Gestaltung: Artbox - Agentur f. Kommunikation und Design
Umsetzung: egghead Medien GmbH